Aufforderungsschreiben von Manfred Penassa
Liebe Bewohner des Steinbülts!
Jeder "Steinbülter" weiß aus eigener Erfahrung, wie gefährlich es ist, als Fußgänger die Robert-Koch-Straße zu überqueren:
Unübersichtlichkeit durch die kurvenreiche Straßenführung, in der Regel überhöhte Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge und ein immer noch steigendes Verkehrsaufkommen (z.B. durch Schließung der Hauptstraße).
Wir alle müssen die Straße dennoch überqueren, wenn wir zum Beispiel einkaufen, einen Brief einwerfen, zum Rathaus, zur Schule, zum Kindergarten gehen wollen.
An keiner Stelle gibt es jedoch einen gesicherten Fußgängerübergang. Dadurch wird hier jede Straßenüberquerung zu einem gefährlichen Abenteuer. Im vergangenen Jahr sind denn auch zwei Personen beim Überqueren der Straße verletzt worden.
Was muß noch geschehen, damit endlich etwas geschieht?
Die Bewohner des Steinbülts wollen nach vielen Jahren des Abwartens und der Versprechungen nun nicht länger auf ein weiteres Unglück warten. Deshalb fordern wir den Rat der Stadt Oerlinghausen auf, unverzüglich an einer Stelle der Robert-Koch-Straße einen gesicherten Fußgängerübergang zu errichten.
Welche Lösungsmöglichkeiten kommen hierbei in Betracht?
1.) Eine Ampelanlage/Bedarfsampel
Verantwortlich für die Errichtung einer Ampelanlage ist das Kreisstraßenbauamt. Dessen Leiter, Herr Schliesing, hat seine Position in dieser Frage bereits mehrfach vorgetragen:
Erst ab 100 Fußgängerüberquerungen pro Stunde wäre eine derartig kostspielige Anlage zu genehmigen. Da die vorliegenden Zählungen weit unter dieser Zahl liegen, kommt für Herrn Schliesing eine Ampelanlage nur dann noch in Betracht, wenn dies zur Lenkung des Kraftfahrzeugverkehrs im Bereich der Kreuzung Robert-Koch-Straße/Küsterfeld/Steinbült notwendig sein sollte - also in sehr weiter Zukunft.
Zu bedenken wäre auch, daß durch die Installation einer Ampelanlage die Lärm- und Abgasbelästigung der Anwohner der Robert-Koch-Straße durch Verkehrsrückstauungen steigen dürfte.
2.) Eine Fußgängerbrücke
Die Errichtung einer Fußgängerbrücke liegt nicht im Zuständigkeitsbereich des Kreisstraßenbauamtes, der Rat der Stadt Oerlinghausen kann diese Frage selbst entscheiden.
Die Montage ist ohne größere Vorarbeiten möglich, an der Göddernstraße befindet sich bereits eine Rampe für eine Fußgängerbrücke.
Die Kosten liegen nach Auskunft von Herrn Bürgermeister Diekhof mit ca. 30.000 DM weit unter denen einer Ampelanlage.
Aus diesem Sachverhalt ergibt sich die Forderung nach einer Fußgängerbrücke im Bereich der Göddernstraße, wobei die Bewohner auch jede andere vergleichbare Lesungsmöglichkeit akzeptieren werden, wenn nur bald etwas geschieht!
Was können die Bewohner des Steinbülts tun, damit diese Forderung möglichst bald verwirklicht werden kann?
1.) Wir leisten unsere Unterschrift, die die Forderung nach Errichtung einer Fußgängerbrücke im Bereich Göddernstraße unterstützt.
2.) Wir zeigen dem Rat der Stadt Oerlinghausen die Dringlichkeit unserer Forderung und die Ernsthaftigkeit unserer Sorgen durch eine freiwillige Spende, die den Grundstock für den Bau der Fußgängerbrücke bildet.
3.) Wir nehmen an einer Versammlung aller Betroffenen teil, auf der die Mitglieder des Rates zu unserem Vorschlag Stellung nehmen können. Diese Versammlung sollte möglichst noch im Januar stattfinden.
4.) Wir leiten unsere Forderung an die entsprechenden Gremien von Rat und Verwaltung der Stadt Oerlinghausen weiter.
Wir hoffen auf eine möglichst umfassende Unterstützung unserer Forderung durch alle Oerlinghauser Bürger und vertrauen auf deren soziales Verantwortungsbewußtsein und tatkräftige Solidarität, die auch in einer Zeit des allgemeinen Sparens nicht die Sorgen und Nöte einer zahlenmäßig kleinen Gruppe vergißt.
Wir handeln, um Leben zu schützen!
Verantwortlich i. S d. Pr-Ges. und weitere Auskünfte:
Fred Schierenbeck
Steinbült 2
Tel.: 6541
Manfred Penassa
Landerweg 25
Tel.: 6511