Explosionsursache ist geklärt
[Bild: Nach einem Flug von über 300 Metern durchschlug der 10-Meter-Kessel Dach und Mauern des benachbarten Kalkwerkes Foerth. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Foto: Arbeiter]
Oerlinghausen. Die Ursache des Explosionsunglücks im Hartsteinwerk in Oerlinghausen ist geklärt. Schuld an der Katastrophe, die ein Menschenleben forderte und die Produktion völlig zum Stillstand brachte, ist eine „gebrochene" Schweißnaht des in die Luft geflogenen Härtekessels. Menschliches Versagen scheidet, ebenso wie andere Ursachen, aus. Man kann die geplatzte Naht nur als „Materialfehler" bezeichnen. Allerdings waren alle Anlagen vom TÜV abgenommen und befanden sich in einem ordnungsgemäßen Zustand. Staatsanwaltschaft, Kripo und Berufsgenossenschaft haben für das Unglück nur eine zutreffende Formulierung gefunden: Höhere Gewalt! Firmenchef Hassler, der den Angehörigen des Verunglückten selbst die traurige Botschaft überbrachte: „Ich konnte es gar nicht fassen!" Wie hoch der Sachschaden wirklich ist, wird sich erst in den nächsten Tagen ermitteln lassen.
[Bild: Diese Schneise schlug der tonnenschwere Kessel in den angrenzenden Wald. Mit der Kraft einer Rakete knickte er dabei mannsstarke Bäume wie Streichhölzer. Foto: Arbeiter]
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