CDU will Dringlichkeitsantrag zur L 751 vor den Rat bringen
MdB Klaus Daweke: „Kein Argument, die Straße nicht zu bauen“
Oerlinghausen (Piet). Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt will heute abend einen Dringlichkeitsantrag zur L 751 neu einbringen. Darin wird eine Interessengemeinschaft der betroffenen Gemeinden Bielefeld, Leopoldshöhe und Oerlinghausen gefordert, die vereint Druck machen soll, damit die Straße baldmöglichst gebaut wird. Gleichzeitig sollen auch Kreistag, Regierungspräsident und Landtagsabgeordnete, die allesamt für den Bau der Straße sind, angesprochen und neu motiviert werden. Anlaß zu dieser Entschließung war ein Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus Daweke, in dessen Mittelpunkt die Diskussion über die L 751 neu stand.
Daweke ließ keinen Zweifel daran, daß er nach wie vor für den Bau der Straße ist: „Bei 17.000 Fahrzeugen pro Tag besteht in der Tat ein dringendes Bedürfnis. Es gibt kein sachliches Argument, diese Straße nicht zu bauen.“ Der Bundestagsabgeordnete befürchtet wie viele Anlieger, daß sich der Verkehr noch ausweiten wird, wenn erst die A 33 und die L 751 von Schötmar bis Leopoldshöhe ausgebaut sind. „Selbst der Kreuzungsbereich der B 239 und B 66 in Lage ist nicht so belastet“, sagte Daweke. Von Schuldzuweisungen wollte der Bundestagsabgeordnete allerdings nicht sprechen. Im Gegenteil: Er lobte das gute Verhältnis zwischen ihm und seinem Vorgänger Erhard Mahne (SPD) und attestierte auch Bürgermeister Horst Steinkühler aufrichtiges Bemühen um die Realisierung dieser Straße. Trotz leerer Kassen sei zu hoffen, daß aus Sondermitteln des Landes das Geld doch noch aufgebracht werden könne, meinte Daweke.
Dr. Wilhelm Haase, Fraktionschef der CDU, warf der Oerlinghauser SPD vor, sie habe den Rat hingehalten. Bürgermeister Steinkühler habe bis zur Sommerpause immer wieder behauptet, obwohl kein Haushaltstitel vorhanden sei, stünden Gelder für den Grundstückskauf zur Verfügung. „Der Einsatz der SPD, auf den sich viele Bürger verlassen haben, ist uns zu lasch. Hier muß schnell etwas geschehen“, begründete Dr. Haase gestern gegenüber der NW den Dringlichkeitsantrag.