Gelder fehlen

Ortsumgehungen sind „abgehängt“

 

Oerlinghausen/Leopoldshöhe (WB/hp). Die knapp 32 Millionen teure Ortsumgehung von Oerlinghausen wird in den nächsten fünf Jahren auf keinen Fall gebaut. Diese Entscheidung hat gestern in Münster der Straßenbauausschuß des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe mit den Stimmen der SPD-Fraktion getroffen. Ausschußvorsitzender Helmut Holländer (SPD, Lemgo): »Angesichts des hohen Finanzaufwandes paßte die Maßnahme nicht mehr in das aktuelle Ausbauprogramm.«

Damit hat die Münsteraner Straßenbaubehörde festgelegt, daß dieses teure Projekt des Tunneldurchstichs durch den Kamm des Teutoburger Waldes erst nach 1991 in den dann folgenden 15 Jahren errichtet werden kann. Eine entsprechende Entscheidung hatte sich politisch bereits abgezeichnet. »Die Streichungen des NRW-Verkehrsministeriums im Straßenbauetat hat gerade Oerlinghausen zu spüren bekommen«, betonte der Bielefelder CDU-Abgeordnete Josef Heinermann.

Dafür allerdings soll die Straßenverbindung von Leopoldshöhe bis an den Oerlinghauser Stadtkern in den nächsten fünf Jahren mit einem Aufwand von 5,4 Millionen Mark gebaut werden. Dies kündigte Helmut Holländer gegenüber der OERLINGHAUSER ZEITUNG nach den Beratungen an. Auch die Verbindung zwischen Leopoldshöhe und Bad Salzuflen (L 751) steht im Ausbauplan des Landschaftsverbandes. Vier Millionen Mark sind dafür reserviert.

Holländer berichtete, daß die Ortsumgehung Leopoldshöhe hingegen nur den Sprung in den Bedarfsplan geschafft habe. Auch sie muß damit mindestens fünf Jahre auf den Bau warten, soll nach den derzeitigen politischen Überlegungen aber bis zum Jahr 2006 fertig sein.

Entlastung bringt für den Osten Leopoldshöhes auch die Anbindung der Ostwestfalenstraße über Bad Salzuflen hinaus an die Autobahn und die Bielefelder Stadtteile um Altenhagen. Auch diese Trasse soll bis 1991 fertig sein.