Das Kriegsende in Bielefeld
Wie war das damals
Vor vierzig Jahren begannen für Bielefeld die letzten Kriegstage. Viele NW-Leser erinnern sich noch an jene Tage des Schreckens. Ein Aufruf der Lokalredaktion, an einer Dokumentation mitzuhelfen, hatte ein ungewöhnlich starkes Echo. Heute und in den nächsten Tagen veröffentlichen wir das Ergebnis. Nachfolgend die Chronologie der Eroberung Bielefelds durch amerikanische Panzerverbände:
1. April 1945: Beginn der Kämpfe in der Dörenschlucht bei Oerlinghausen und Lämershagen.
2. April 1945: Schwacher deutscher Widerstand am Westeingang von Jöllenbeck wird schnell gebrochen. In der Senne beschränkt sich der Amerikaner auf kleine Erkundungsvorstöße.
3. April 1945: In harten Straßenkämpfen und unter schweren deutschen Verlusten (71 Tote) erzwingen amerikanische Panzer den Durchbruch bei Oerlinghausen. Auch die Dörenschlucht wird genommen. Vorstoß über die Autobahn nach Hillegossen. Kämpfe bei Borgholzhausen.
4. April 1945: Über Ummeln setzt der Angriff auf Bielefeld ein. Straßenkämpfe bei Brackwede. Auf dem Bielefelder Rathaus ist von unbekannter Hand die weiße Flagge gehißt worden. Keine offizielle Übergabe. Der amerikanische Vormarsch stoppt an der Panzersperre Kreuzstraße, Gütersloher Straße. Um 17.30 Uhr setzen sich hier die letzten deutschen Soldaten ab. Amerikanische Panzerkolonnen rollen über den Jahnplatz in die Herforder Straße nach Nordosten.