„Königstiger“ mit der Panzerfaust erwischt
Tödlicher Irrtum eines deutschen Soldaten
Am Ostersonntag, morgens um 8 Uhr, kam es beim Bahnhof Kracks zu einem tödlichen Irrtum: der 25 Jahre alte versprengte Soldat Walter Barking aus Bocholt, der sich beim Herannahen von Kettengeräuschen im Stallgebäude des Kaufmanns Freitag versteckt hatte, schoß in der Aufregung aus Versehen seine Panzerfaust auf einen deutschen Panzer vom Typ „Königstiger“ mit SS-Besatzung und erwischte ihn mit einem Streifschuß. Zwei aufsitzende Soldaten fanden den Tod.
Als Barking seinen Irrtum entdeckte, floh er, um sich zu seiner in Sende wohnenden Frau zu begeben. Kurz danach kam er aber völlig verstört zurück. Die Panzerbesatzung ergriff ihn, trieb ihn unter Prügeln in das nahe Wäldchen, und einer der SS-Männer schoß ihn durch Genickschuß nieder, ohne daß er sich verantworten konnte.
Später wurde der deutsche Panzer an der Wegegabel 500 Meter ostwärts des Elbrechter Hofes von Amerikanern in Brand geschossen, ohne selbst noch einen Schuß abgefeuert zu haben. Nur ein Besatzungsmitglied konnte verwundet entkommen.