Letzte Wahlinformationen zur Straßenplanung in Oerlinghausen

Leser erinnern sich an das Landtagspräsident Karl Josef Denzer bei DGB-Veranstaltung - Zahlreiche Bürger gedachten der Pogromnacht vor 50 Jahren

 

Der letzte Leserbrief des bis zum Herbst 1979 gewählten Bürgermeisters Erich Diekhoff hat uns ein Stück Klarheit gebracht. Die SPD will im Streit um die neue Straße durch den Menkhauser Berg nicht mehr zurück. Sie kann auch nicht! Sie hat sich nicht nur für die Straße entschieden, sie hat sich vor allem in ihrer Art des Nachdenkens festgelegt:

1) Das Ziel ist richtig: Der Verkehr soll von Oerlinghausen ferngehalten werden.

Die Maßnahme ergibt sich für die SPD damit automatisch: Eine neue Straße muß her, an den Rand der Stadt, durch die Natur.

Die Folge: Der "LKW - Schleichweg Oerlinghausen" wird noch attraktiver, der Lärmteppich wird durch Straßendämme noch weiter über die Stadt gelegt; ein Herzstück des Oerlinghauser Wandergebietes mit Beton und Lärm kaputtgemacht.

Die SPD verweigert, daß über eine so zweifelhafte Maßnahme hinaus anders Wege zum selben Ziel wenigstens untersucht werden.

2) "Menschenschutz geht vor Pflanzenschutz" - derart gewollt verdummenden oder ungewollt dümmliche Sprüche sind schon ein schweres Kaliber. Anderswo "schützt man Arbeitsplätze", indem man Gift -Schwaden solange duldet, bis das erste Kind gestorben ist. In Oerlinghausen tut die SPD so, als ließen sich Menschen "schützen", wenn man im Zweifel auch "mal" ein Stück Natur plattwalzt.

Das klingt so einfach und ist ja auch so einfach zu machen. Man vergißt dann fast, daß Menschen heute gar nicht mehr besser geschützt werden, als wenn Natur mit ihren vielfachen Werten für den Menschen erhalten wird.