Gutachten über Lärm
L751 neu: Bauland in der Nähe ausschreiben?
Oerlinghausen (aro). Die neue Umgehungsstraße L751 wird mitten durch ein Privatgrundstück laufen. Der Eigentümer kann einen Teil des Landes dann nicht mehr nutzen und will es als Bauland verkaufen. „Auf jeden Fall muß vorher ein Schallgutachten vom Landesstraßenbauamt gemacht werden", sagte Friedel Potthast im Bauausschuß.
Ansonsten könnten die neuen Bewohner Regreßansprüche an die Stadt stellen, wenn ihnen die neue L751 zu laut wäre. Regina Kettner (FDP) hatte Bedenken: „Die Immissionsgrundlagen werden doch ständig verschärft. Ich finde, wir sollten auf jeden Fall warten, bis die Straße befahren wird und erst dann die Lärmbelastung berechnen lassen." Potthast erwiderte, daß man nicht künftige Regelungen als Bemessungsmaßstab zugrunde legen brauche. Sein Vorschlag, die Lärmbelastung zu ermitteln und die Werte dann dem Ausschuß wieder vorzulegen, wurde mit vier Gegenstimmen (Grüne und FDP) bewilligt.
„Etwas Magendrücken" bereite der Wunsch des Grundstückeigentümers, an der neuen L751 Bauland auszuschreiben, schon, teilte die Verwaltung der NW mit. Schließlich sei die neue Umgehungsstraße nach jahrelangem Hickhack gebaut worden, um die die Lärmbelastung der Anwohner der alten L751 zu verringern. Es sei schon fraglich, ob dann direkt an der neuen L751 Bauland ausgeschrieben werden soll.