Fackelzug in Oerlinghausen von 1933
Die nun folgenden Quellen a) - d) sind polizeiliche Protokolle vorgeladener Oerlinghauser Stadtverordneter. In diesen Protokollen nehmen die Ratsherren Stellung zu einzelnen Vorkommnissen bei dem Fackelzug der SPD am 16.03.1933.
Der Nationalsozialist Paul R. wirft den SPD-Mitgliedern Ausrufe wie „Hitler verrecke“ und „Nieder mit Hitler“ vor. Dieses bedeutete eine Beleidigung und müsse strafrechtlich verfolgt werden. Die SPD-Ratsherren bestreiten diese Vorwürfe und behaupten daraufhin, der Fackelzug sei „ruhig und ohne jeden Zwischenfall“ verlaufen.
Das eindeutige Verweisen auf den ruhigen Verlauf des Umzuges läßt auf eine Ausnahmeerscheinung schließen. So kann man vermuten, daß die politischen Gegner kompromisslos einander bekämpften und von daher eine Verständigung unmöglich war. Deshalb geben folgende Anlagen einen guten Einblick in das politische Alltagsleben.