Hausbrand in Mackenbruch

 

Oerlinghausen, 8. Juli. (Mangelhafte Feuerlöscheinrichtungen.) Nachdem am Sonntagabend, den 5. d. M unsere freiwillige, sowie Pflichtfeuerwehr zu einem Brand« nach Mackenbruch, woselbst das Haus des Oekonomen Weeke niederbrannte, gerufen waren, ertönte am 7. des Abends 10 ½, Uhr wiederum das Alarmsignal. Das an der Lage'schen Chaussee gelegene Hellweg'sche Haus stand in Flammen. Die zuerst aus der Brandstelle erschienenen Personen retteten im Hause schlafende Kinder, deren Eltern sich auf der Kirchmeß befunden haben sollen. Die schnell erschienene Feuerwehr hatte mal wieder mit Wassermangel zu kämpfen. Die freiwillige Feuerwehr schaffte ihre [….]spritze durch einen schmalen Gang in den Garten, wo sich ein, allerdings wenig Wasser haltender Brunnen befand und hielt das Feuer so lange auf, daß der größte Theil der Möbeln gerettet werden konnte. Nachdem noch zwei andere in der Nähe befindliche Brunnen leer gepumpt, wußte man das Haus brennen lassen, die hiesige Pflicht-Feuerwehr war nicht im Stande; doch nur einen Tropfen Wasser zur Brandstelle zu schaffen, trotz aller Anstrengungen, welche gemacht wurden, erreichte das von dem Zubringer in die Schläuche beförderte Wasser den Standort der Spritze nicht, weil die Schläuche zum Theil schadhaft waren und alle Wasser durchließen. Es ist dieses eine ernste Mahnung an die Behörden; bricht mal bei Sturm an ungünstiger Stelle ein Brand aus, so wäre das Unglück unabsehbar. Hoffentlich geht man jetzt energisch vor, um die Feuerlöscheinrichtungen an hiesigem Platze in ordentlichen Zustand zu setzen. So vorzüglich auch sämtliche Geräthe der freiwilligen Feuerwehr sind, so genügt doch eine zweirädrige Spritze nicht, um nach allen Punkten Wasser zu schaffen. Wasser ist eben ein rarer Artikel in Oerlinghausen, womit man sparsam umzugehen, gezwungen ist.