Die Lehrer an unserer Volksschule (bis 1945)

Adolf Dreier (geb . 17.11.1867)

 

Nach Küster Kuhlmann wurde Adolf Dreier aus Belle, vorher als Lehrer in Alverdissen tätig, am 1.10.1902 als Lehrer und Organist an die hiesige Schule berufen. Von den Leuten wurde er immer noch mit "Küster” angeredet. Er unterrichtete in der alten Schule, von den Oerlinghausern "Küsterschule” genannt. Am 31.3.1933 trat Schulleiter Dreier in den wohlverdienten Ruhestand. Er konnte auf eine 46-jährige Lehrertätigkeit zurückblicken. Mehr als 30 Jahre wirkte er an der hiesigen Volksschule, 18 Jahre war er Leiter derselben. Er hat es immer verstanden, vermittelnd, getreu seines Amtes, zum Besten der Schule zu wirken, so daß sein Name mit der Geschichte der Oerlinghauser Schule stets verbunden sein wird. Von 1932 bis 1933 hatte Dreier auch den Vorsitz im Schulvorstande. Nach seiner Pensionierung blieb er noch Mitglied des Schulvorstandes und führte die Rechnungen weiter.

Im öffentlichen Leben spielte Dreier auf musikalischem Gebiet eine große Rolle. Dreier war fast 30 Jahre Organist der hiesigen Kirchengemeinde. Bis 1933 war er Chorleiter der Gesangvereine: Eintracht-Gemischter Chor - Liedertafel - und „Solidarität" (Arbeitergesangverein bis 1933). Nach dem Verbot aller Vereine die sich dem Gesang verschrieben hatten, bestand nur noch der Gesangverein "Eintracht” dessen Leiter er bis zu seinem Tode blieb. 1932 konnte Dreier sein 25-jähriges Jubiläum als Dirigent beim "Eintracht” begehen.

Außer seiner gesanglichen Tätigkeit bekleidete er noch Ehrenämter. Nach seiner Pensionierung baute er sich ein Wohnhaus am Landerweg.

Nach kurzen schweren Leiden (Magenkrebs) starb Dreier am 15. Juli 1937 im Krankenhaus zu Bielefeld kurz vor Vollendung seines 70. Lebensjahres.

12/90 Fritz Soll (Aufz. H. Diekmann)