Enttäuscht über Entscheidung

Kommentar in der NW

 

Enttäuscht ist Leser Fritz Soll über die jüngst gefallene Entscheidung für einen neuen Hauptschulnamen. In einem Leserbrief nimmt er deshalb noch einmal Stellung.

Als die Lehrerkonferenz der Hauptschule Oerlinghausen mich im Dezember 1995 bat, bei der Auswahl eines Namens für die Hauptschule behilflich zu sein und zu einem der beiden Vorschläge Stellung zu nehmen, bin ich diesem Wunsche gerne nachgekommen. Zum ersten Vorschlag August Reuter (1. Bürgermeister der Stadt Oerlinghausen 1926 — 1933) habe ich positiv Stellung genommen, während der zweite Vorschlag, Marianne Weber, von Herrn Gräfe schon vorgestellt worden war. In der betreffenden Konferenz habe ich einen dritten Vorschlag gemacht. Dieser war der Name unseres ersten gewählten Nachkriegsbürgermeisters Heinrich Kramer (1946 — 1965). Einen Teil seiner Verdienste um unsere Stadt habe ich dargelegt. Er war es, der 1956 den Anstoß zum Bau einer neuen Hauptschule an der Weerthstraße gab. Unter seiner Führung entstand die Südstadt mit Fernheizung (1961) und der Betrieb der Firma Gundlach.

Zwölf Monate habe ich nichts mehr gehört, hatte aber zwei SPD-Ratsmitglieder von meinem Vorschlag in Kenntnis gesetzt. Auch hier bekam ich keine Antwort und kein Gespräch. Nun haben alle anders entschieden. Auch unser Oerlinghausen hat eine Geschichte und ist verpflichtet, diese zu hegen und weiterzugeben.

Fritz Soll

Landerweg 6, 33813 Oerlinghausen