Feuerwehr -Gerätehäuser in Oerlinghausen

 

Die älteste Nachricht bis heute datiert von 1800.Damals stand die Druckspritze in der offenen Scheune des Amtshauses. Die beiden Hanfschlauche hinge auf dem Boden der Wohnung des Amtsmannes (heute Stadthotel - Küche). Bei dieser Revision wird auch festgestellt das daß Scheunendach noch Strohgedeckt ist. 1802 wird von Detmold angeordnet dieses Dach sofort mit Ziegeln zu decken. Da im Moment keine Ziegelei Dachziegel liefern kann, ordnet die Rentkammer an daß die notwendigen Pfannen von dem Wohnhaus bei der Windmühle genommen werden sollen bis die Hiddesser Ziegelei wieder lieferfähig ist.

Um 1810 baut man ein neues Sprützenhaus. Es kommt in die Jägerstraße, damals noch ein einfacher Weg, etwa dahin wo heute Höltken Haus steht. Aber warum da oben an den Berg? Etwa 1804 hatte man die erste Wasserleitung gebaut „die Pipenborn – Leitung“. Diese versorgte nur die obersten Häuser des Ortes. Die neue Unterkunft wurde größer gebaut um auch einen Wasserkübelwagen Platz zu geben. Unten im Ort war immer Wasserknappheit. Aber an der neuen Stelle endete die Pipenbornleitung und die 2 Wasserkübeln waren immer gefüllt. Nachteilig war wie sich aber erst nachher herausstellte: Das Dach der Unterkunft reichte nach hinten in den Berg und alles Geröll landete auf dem Dach und beschädigte die Pfannen. Noch schlimmer war es im Winter wenn Eis und Schnee lag dann war es unmöglich vom Berge herunterzukommen.

Das schlimmste aber kam 1816. Einige Jahre vorher hatte die Rentkammer in Detmold die Kohlensuche am Tönsberg wieder aufgenommen. Als die Bergleute den sogenannten Kalderbergstollen in den Tönsberg trieben (hinter dem Weberpark) da versiegte plötzlich die Pipenborn-Quelle hoch oben am Berge. Die erste Wasserleitung gab ihren Geist auf. Die Dorfschaft klagte auf Schadensersatz. Erst 1826 hatte die Rentkammer ein einsehen. Ein Neubau stand an und diesmal unten im Dorfe. Etwa da wo das Haus von Hunneke steht (Hautstraße 10). Hier in der Nähe war auch der Löschteich. (Etwa wo jetzt das Rathaus steht.) Er war mehr ein Auffangbecken für das Wasser was vom Tönsberg mit allem Geröll herunterkam. Ein paar Jahre später wurde dem Dorf eine Saugspritze zugewiesen. Sie stand in Blomberg. Als sie hier ankam stellte man fest das sie nicht mit der Druckspritze zusammen in die Unterkunft paßte. Sie kam wieder zurück nach Blomberg, nachdem 2 Gutachten den Umbau verneint hatten. Es blieb bei den Wasserkübeln. Erst als der Teich langsam versottete baute man die Unterkunft doch um, damit Platz geschaffen wurde für eine kleine Saug oder Zubringerpumpe. Als dann um 1860 eine neue Druckpumpe kommen sollte, baute man 1863 das Feuerwehrgerätehaus an der Detmolderstraße. Im Jahre 1936 wurde der Neubau auf dem Marktplatz bezogen.1980 wurde das jetzige Feuerwehrgerätehaus in der Südstadt an die Feuerwehr übergeben.