Niederschrift über die Aussprache im Jugendforum

am 21.7. 1981 in der Aula des Schulzentrums

 

Beginn: 19.oo Uhr

Anwesend:

a) vom Rat

1. Herr Bürgermeister Diekhof -Diskussionsleiter-

2. Frau Regina Kettner

3. Frau Monika Scheler

4. Herr Ekkehard Schulz

5. Herr Märtin Weber

6. Herr Günter Weiken

b) vom Jugendamt des Kreises Lippe

7. Herr Dietrich Kleist -Leiter des Jugendamtes-

c) von der Verwaltung

8. Herr Stadtdirektor BoIIhorst

9. Verw.- Angest. Seibert

10. Sozialpädagogin Frau Müller-Riddne

11. Stenotypistin Frau Gieb als Schriftführerin

d)persönlich eingeladene Vertreter von den Organisationen/Vereinen

12. Herr Jürgen Tilleke - CVJrM Helpup-

13. Herr Stefan Nowak -Gymnasium-

14. Herr Georg Grathoff - Schulsprecher Gymnasium-

15. Herr Jochen Weise -Junge Union-

16. Herr Sebastian Wünscher -JZ Oerlinghausen-

17. Herr Jürgen Krull  -Schachclub-

18. Herr Klaus John     - Jungsozialisten-

19. Frl. Ulrike Winter  -JZ Oerlinghausen-

Bürgermeister Diekhof, der gemäß Beschluß des Rates vom 27.5.1981 als Diskussionsleiter bestellt worden ist, eröffnet die Aussprache, indem er alle Anwesenden im Saal recht herzlich begrüßt und um eine faire Diskussion bittet. Bei dem Leiter des Jugendamtes, Herrn Kleist, bedankt er sich für seine Teilnahme.

Anläßlich der Absprache im Hauptausschuß bittet er darum, daß nur Jugendgliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre Wortmeldungen abgeben möchten.

Aufgrund eines Antrages aus den Reihen der Jugendlichen, der von Frau Kettner unterstützt wird, wird aber eine Einigung darüber erzielt, daß sich auch die anwesenden Eltern wie auch die Anlieger äußern kennen. Anschließend gibt er eine kurze Darstellung Uber die bisherige Entwicklung der Angelegenheit im Rat der Stadt Oerlinghausen.

Anlaß für die Einberufung des Jugendforums ist der Ratsbeschluß vom 27.5,1981, in welchem festgelegt ist, daß alle Beteiligten, vor allem die interessierten Jugendlichen, ins Gespräch kommen, bevor endgültige Regelungen gebäudetechnischer, organisatorischer, juristischer, finanzieller und jugendpolitischer Art im Rahmen der offenen Jugendarbeit in Oerlinghausen getroffen werden.

Um die Aussprache zügig zu beginnen, werden die im Forum anwesenden Jugendlichen gebeten, zunächst ihre Ansichten darzulegen.

Es beginnt:

Herr Jochen Weise -Junge Union-

Herr Weise erklärt, daß nach seiner persönlichen Meinung ein Jugendzentrum erforderlich ist. Gegen einen Neubau spricht er sich schon aus finanziellen Gründen aus. Er hält einen Altbau für gemütlicher und rationeller.

Auch die Junge Union lehnt ein neues Jugendzentrum ab. Ein Ausbau des alten Loewe-Druck-Gebäudes wird für notwendig gehalten. Andere alte Gebäude (z.B. Kiffestift) sollten in Erwägung gezogen werden.

Er fordert die Jugendlichen im Saal auf, sich auch zu der Angelegenheit zu äußern und nicht nur eine Unterhaltung zwischen den Vertretern des Rates aufkommen zu lassen.

Er nimmt Stellung zu dem Parkplatzproblem und Lärmbelästigung zu direkten Fragen von Herrn Weiken und Herrn Dzialoszynski, wobei er die Auffassung vertritt, daß ein Jugendzentrum nicht außerhalb eines Wohngebietes liegen sollte. Er bringt dabei auch Mietvergünstigungen oder gar Umsiedlung von Anliegern ins Gespräch.

Herr Sebastian Wünscher -JZ Oerlinghausen-

Herr Wünscher führt einleitend aus, daß im Jugendzentrum seit 5 Jahren gute Jugendarbeit geleistet wird. Seit dieser Zeit bestehen Schwierigkeiten hinsichtlich der Arbeit im JZ, die aus der Erwachsenenwelt, vielfach bedingt durch die politische Situation in Oerlinghausen, kommen. Man müßte jedoch bald zu einer Endlösung kommen. Er schlägt die Renovierung des Jugendzentrums an der Hermannstraße vor. Es wird von ihm bedauert, daß dieses Jugendforum wieder einmal aus Politikerkreisen angeregt worden ist.

Herr Wünscher macht Herrn Weiken noch darauf aufmerksam, daß vor kurzem ein Bürgertag stattgefunden habe. Er habe jedoch die Möglichkeit nicht wahrgenommen, dort einmal vorbeizuschauen, um mit den Jugendlichen und auch Anliegern anstehende Probleme zu erörtern. Herr Weiken entgegnet darauf hin, daß er bereits 4 x im Jugendzentrum und war und 2 x mit Anliegern gesprochen habe.

Abschließend weist er noch darauf hin, daß der Verein Jugendzentrum Oerlinghausen e.V. bereits seit 1979 gern. § 9 Jugendwohlfahrtsgesetz vom Jugendwohlfahrtausschuß des Kreises Lippe anerkannt worden ist.

 

Her  Jürgen Tilleke -CVJM Helpup/Teestube-

Herr Tilleke ist der Meinung, daß das Jugendzentrum seine Arbeit wie bisher fortsetzen und das alte Gebäude weiter ausgebaut werdensollte. Gegen einen Neubau spricht er sich auch im Namen des CVJM Helpup aus.

Herr Jürgen Krull -Schachelub-

Nach seiner Ansicht sind die Parteien in bezug auf das Jugendzentrum Oerlinghausen ziemlich ratlos und tragen das Problem auf dem Rücken der Jugendlichen aus. Seine persönliche Meinung ist, daß das Jugendzentrum an der Hermannstraße erhalten bleiben soll, da die Arbeit, die dort geleistet wird, ganz enorm ist.

Herr Klaus John -Jungsozialisten-

Er spricht sich für den Ausbau und Erhalt des JZ an der Hermannstraße aus. Weiter führt er aps, daß sich die Jugendzentrumsinitiative und die Jungsozialisten solidarisch erklärt haben.

Außerdem spricht er auch noch die Besichtigung des JZ durch 3 Ausschüsse und einen Statiker und die in diesem Zusammenhang vom Bauordnungsamt des Kreises Lippe erteilten Auflagen an.

An die-Verwaltung richtet er die Frage, ob eine Fristverlängerung hinsichtlich der Erfüllung der Auflagen beantragt wurde.

Herr Stadtdirektor Bollhorst erklärt hierzu, daß der Antrag auf Fristverlängerung mit Schreiben vom 14.7.81 von der LEG beantragt wurde. Eine Antwort steht noch aus.

Herr Dietrich Kleist -Leiter des Jugendamtes-

Herr Kleist teilt mit, daß es den Ratsvertretern und auch den Jugendlichen bekannt ist, daß der Kreis Lippe bereit ist, das JZ finanziell und beraterisch zu unterstützen, sofern die Voraussetzungen vorliegen.

Ein Bedarf für ein Jugendzentrum ist für die Kernstadt Oerlinghausen vorhanden.

Die Räumlichkeiten im alten Loewe-Druck-Gebäude sind jedoch auf Dauer gesehen zu klein. Eine geringe Ausweitung der Räumlichkeiten wäre vielleicht möglich.

Herr Stadtdirektor Bollhorst richtet an Herrn Kleist die Frage, ob eine Förderung unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist.

Ist der Kreis bei einer möglichen Mittelbewilligung an die Entscheidung des Landes gebunden?

Herr Kleist erwidert, daß der Kreis bei

1) Kleinen Häusern der offenen Tür 1 Halbtagskraft und Häusern der offenen Tür 1-4 Kräfte

an die Zahlung der Landesmittel gebunden ist

und

2) bei Häusern der teiloffenen Tür die Förderung durch den Kreis nicht gebunden ist.

Jugendtreff

Herr Georg Grathoff -Schulsprecher Gymnasium-

Er gibt an, daß man sich nur einmal kurz in der SMV über diese Situation unterhalten habe. Die allgemeine Meinung ist jedoch, daß das JZ an der Hermannstraße beibehalten werden soll.

Er richtet die Frage an die Verwaltung, ob diese Überhaupt bereit ist, öffentliche Jugendarbeit zu betreiben und zu fördern.

Hierzu erklärt Bürgermeister Diekhof, daß die Arbeit im Jugendzentrum voll anerkannt wird.

Herr Ekkehard Schulz -Ratsmitglied SPD-Fraktion-

Herr Schulz weist zunächst darauf hin, daß von den im Rat der Stadt vertretenen Fraktionen unterschiedliche Standpunkte hinsichtlich der Errichtung eines Jugendzentrums eingenommen werden.

Er führt u.a. die Vorschläge für die Einrichtung eines Jugendzentrums der CDU-Fraktion auf, und zwar Amtsgericht, ehemaliges Feuerwehrgerätehaus, Kindergarten DRK/Stadt, Discounthaus.

Durch die unterschiedlichen Meinungen der Vertreter des Rates ist ein Neubau politisch nicht durchsetzbar. Es wird jetzt aber Zeit, zu einer Entscheidung zu kommen.

Er hat großes Verständnis dafür, was bisher im JZ geleistet wurde.

Seiner persönlichen Meinung nach besteht kein großer finanzieller Unterschied zwischen der Errichtung eines Neubaues oder der Renovierung des Loewe-Druck-Gebäudes an der Hermannstraße.

Herr Jan Küchmeister -Besucher des JZ-

Er befürwortet die Arbeit im JZ und stellt, die Frage an Herrn Kleist, ob die Räumlichkeiten die derzeit vom Jugendzentrum genutzt werden, zu klein sind.

Herr Kleist weist darauf hin, daß das jetzige Raumangebot nicht ausreicht.

Herr Günter Weiken -Ratsmitglied CDU-Fraktion-

Herr Weiken erklärt: Die Idee eines Neubaues dürfte erledigt sein, sie ist finanziell zu aufwendig. Bei der Diskussion kann es nur daraum gehen, einen vernünftigen Altbau zu bekommen.

Er ist der Ansicht, daß der Kreis bisher keine Entscheidungshilfe geleistet hat. Es liegt ein Schreiben des Kreises vor, wonach für Oerlinghausen ein JZ mit einer Größe von 600-800 qm erforderlich ist.

Herr Kleist stellt zunächst fest, daß der Kreis wohl eine Entscheidungshilfe geleistet hat, daß diese von den Gremien in Oerlinghausen aber nicht als eine selche angesehen worden ist.

Anschließend führt er weiter aus, daß heutzutage Jugendzentren nicht mehr in dieser Größenordnung gefordert werden, daß aber zur Grundvoraussetzung für die bauliche Errichtung von Einrichtungen der offenen Jugendarbeit 4 Bereiche gehören, und zwar

1) Kommunikativer Bereich   (informelle Begegnung, z.B. Teestube, mehrere Räume für Tischtennis, Billiard, Kicker)

2) Kreativer Bereich

3) Bildungsbereich     (Werken, Basteln, Spiel- und Kochräume etc.) (Ruhezone) geschlossene Arbeitsgemeinschaften, wie Geprächsrunden, Seminare

4) Freiflächen z.B. Parkmöglichkeiten

Diese Möglichkeiten sind bei den im Augenblick genutzten Räumen im JZ nicht gegeben.

Weiter stellt Herr Weiken die Frage, ob Großveranstaltungen durchgeführt werden müssen.

In der Diskussion mit Herrn Dzialoszynski und Herrn Weise spricht er die

ungeklärte Frage der Bausubstanz des Gebäudes, die

ungeklärte Frage der Parkplätze sowie die Lärmbelästigung an.

Er bedauert, daß sich die Diskussion ausschließlich nur auf das JZ konzentriert.

Er führt u.a. auch an, daß Lage ein neues JZ erhalten hat und It. Pressebericht in diesem Jahr schon nicht mehr alle zugesagten Zuschüsse erhalten soll (dieses wurde seitens seiner Fraktion auch damals schon für Oerlinghausen in Betracht gezogen).

Herr Kleist erklärt hierzu, daß die Stadt Lage auch für 1981 sämtliche Zuschüsse erhält.

Frau Regina Kettner -Ratsmitglied FDP-Fraktion-

Frau Kettner ist der Ansicht, daß als erste Voraussetzung für die Förderung zur Nutzung des Gebäudes Hermannstr. 6 ein Mietvertrag abgeschlossen und schnellstens eine politische Entscheidung getroffen wird.

Es sollte keine Unterbrechung der Jugendarbeit in Oerlinghausen entstehen.

Das Amtsgericht, alte Feuerwehrgerätehaus und Discounthaus können auch nur eine Übergangslösung darstellen.

Ihrer Ansicht nach sind 30.000.- DM für eine Übergangslösung an der Hermannstraße nicht zu hoch, wenn in dem Gebäude ein paar Jahre Jugendarbeit betrieben werden könnte.

Frau Kettner stellt weiterhin die Frage: Was geschieht dann mit dem JZ, wenn das Landesjugendamt Münster keine Zuschüsse zahlt? Möglicherweise stehen wir wieder vor der Situation = 0.

Die mittelfristige Lösung kann nur so aussehen, daß das JZ an der Hermannstraße einen Mietvertrag für 3-5 Jahre erhält und die Auflagen erfüllt werden.

In der Zeit ist eine andere Lösung (altes Haus) zu finden.

Sie richtet außerdem die Frage an die SPD - und CDU-Fraktion, ob andere Möglichkeiten vorhanden sind.

Frau Scheler darauf hin: Wenn Zuschüsse vom Land gezahlt werden, werden wir die Jugendarbeit im JZ voll unterstützen. Es sollte jedoch erst das Gutachten des Landeshochbauamtes in Münster abgewartet werden. Dies sei auch ein eindeutiger Ratsbeschluß. Die CDU-Fraktion will die Jugendarbeit erhalten, was auch voll von ihr zum Ausdruck gebracht wurde.

Herr Schulz erklärt dazu: Wenn das Land sagt, wir stecken in das JZ keine Gelder mehr hinein, so ist auch nicht damit zu rechnen, daß die Stadt den Ausbau selbst finanziert, da dieses die Finanzmöglichkeit der Stadt Oerlinghausen übersteigen würde.

Herr Stefan Nowak -Gymnasium Oerlinghausen-

Er richtet die Frage an Herrn Kleist, wieviel Quadratmeter vorhanden sein müssen.

Herr Kleist verweist auf die Antwort, die er Herrn Weiken hinsichtlich der Größe eines JZ gegeben hat.

Außerdem ergänzt er noch, daß es möglich sein muß, auch mehrere kleinere Veranstaltungen zur gleichen Zeit durchzufuhren.

Diese Voraussetzungen liegen, wie bereits erwähnt, beim JZ z.Zt. nicht vor.

Herr Martin Weber -RaJsmitglied SPD-Fraktion-

Herr Weber richtet die Frage an Herrn Kleist, welche Erfahrungen mit anderen Jugendzentren gemacht worden sind, die ebenfalls in Wohngebieten liegen.

Herr Kleist erwidert; Hier kommen die JZ Rampendahl in Lemgo, das Haus der Jugend in Schötmar und das Jugendzentrum Blomberg (bedingt) in Frage. Die gemachten Erfahrungen sind sehr unterschiedlich. Wo Anlieger sind, kommen auch Nachbarschaftsbeschwerden.

Bei der Standortfrage ist das Problem sehr ernst zu nehmen und darauf zu achten, daß die Lärmbelästigungen nicht zu groß sind.

Herr Christian Gaffron -Kolpingfamilie-

Er spricht zunächst sein Bedauern darüber aus, daß die Kolpingfamilie -die Gruppe umfaßt 160 Mitglieder- zu diesem Jugendforum keine Einladung erhalten hat.

Verw.-Angest. Seibert erklärt ihm, daß bisher als Leiter der Gruppe nur Herr Radmer, der in Leopoldshöhe wohnt, bekannt war und bedauert es sehr, daß an die Oerlinghauser Gruppe keine Einladung ergangen ist.

Herr Gaffron stellt u.a. die Frage an Herrn Kleist, warum die Arbeit im JZ finanziell unterstützt wird und sein Verein keine Gelder bekommt.

Herr Kleist weist auf die Förderungsrichtlinien des Kreises Lippe für Jugendarbeit hin, wo auch die Kolpingfamilie Zuschüsse vom Kreis erhalten kann.

Wie Herr G. weiter ausfuhrt, stehen seiner Gruppe Räumlichkeiten für 300 Personen zur Verfügung.

Daraufhin entgegnet Herr Weiken, daß dann ja die Möglichkeit besteht, in den Räumen der kath. Kirche an der Marktstraße die gesamte offene Jugendarbeit durchzufuhren.

Frl. Katrin Schrader -Besucherin des JZ-

Sie wirft die Frage auf, was wird aus dem Haus, wenn keine mittelfristige Lösung gefunden wird?

Herr Schulz entgegnet, daß das Haus von der LEG angekauft wurde und beabsichtigt ist, dort eine Wohnbebauung vorzunehmen.

Herr Volker Nerlich -Bund der Pfadfinder-

Herr N. stellt die Frage, wie man sich die Konzeption eines JZ vorstellt. Sämtliche Vereine, Jugendgruppen usw. an einem sehr zentralen Punkt?

Hierzu erklärt Herr Kleist, daß es nach Auffassung des Kreises hierbei keine Trennung mehr geben sollte, ä.h., sowohl geschlossene Gruppen und auch Veranstaltungen der öffentlichen Jugendarbeit sollten dort untergebracht sein bzw. durchgeführt werden.

Frau Kettner führt dazu aus, daß eine Zusammenarbeit aller Verbände und Vereine gar nicht möglich ist, da es allein in Oerlinghausen 24 Gruppen gibt, die Jugendarbeit betreiben.

Auch Herr Nerlich ist der Meinung, daß eine Zusammenarbeit schlecht möglich ist (nach seinen Informationen von anderen Stellen klappt dieses in den wenigsten Fällen).

Herr Schulz fuhrt noch dazu aus, daß eine Zusammenarbeit aller Verbände in einem JZ durchgeführt werden kann. Es ist jedoch keine Mußregelung.

Frl. Silke Henseleit -Besucherin_des_JZ-

Sie führt aus, daß sie seit März 81 (fast täglich) das JZ besucht und sich dort sehr wohl fühlt, da dort sehr viel zusammen unternommen wird. Sie hebt das dort vorhandene Zusammenhörigkeitsgefühl besonders hervor und ist der Ansicht, daß dieses in einem Neubau sicherlich nicht mehr der Fall ist.

Herr Mirko Hoffmann -ehemaliger Schulsprecher der Hauptschule-

Er führt aus, daß man ganz einfach darüber hinwegsieht, wenn in Kreisen der Erwachsenen übermäßig Alkohol verzehrt wird, andererseits macht man aber ein Problem daraus, wenn im JZ z.B. Bier ausgeschenkt wird.

Herr Dzialoszynski -Anlieger des JZ an der Hermannstraße -

Herr D. spricht sich zwar nicht grundsätzlich gegen das JZ, aber gegen die Durchführung der Großveranstaltungen aus. Er ist der Ansicht, daß diese beim Ordnungsamt der Stadt zu melden sind, damit Kontrollen durchgeführt werden können, und zwar im Hinblick auf zu laute Musik wie auch zur Überwachung des Verkehrs. Es darf z.B. nicht vorkommen, daß die ganze Straße voller Autos steht, so daß die Anlieger mit ihren Fahrzeugen ihr eigenes Grundstück nicht erreichen können.

Herr D. meldet sich bei der Diskussion um das Parkplatzproblem und Lärmbelästigung mehrfach zu Wort.

Frau Scheler wirft ein, daß es nicht Sinn der Veranstaltung sei, mit den Anliegern so umfangreich zu diskutieren.

Da keine weiteren Wortmeldungen mehr vorliegen, wird die Aussprache gegen 21.15 Uhr von Herrn Bürgermeister Diekhof geschlossen. Er bedankt sich bei allen Anwesenden für die faire Diskussion.

 

Diskussionsleiter Diekhoff

als Schriftführer Seibert, Gieb