Die JZ’ ler und die liebe Presse

Gegendarstellung zu den Artikeln am 26.,27., und 28.4.79 in der NW über das Jugendzentrum Oerlinghausen

 

Die drei letzten Berichte ließen deutlich erkennen, wie der Verfasser zu dem Verein Jugendzentrum Oerlinghausen e.V. steht.

Weil sich mangels ausreichender Information des Herrn Burkamp einige Unrichtigkeiten eingeschlichen haben, wollen wir diese, ungeachtet seiner Polemik, richtig darstellen.

BIELEFELDER NIMMT SICH DER PROBLEME DES OERLINGHAUSER JZ AN.

NW 26.4.79 Der "Bielefelder" ist alteingesessener Oerlinghauser, aktives Mitglied im Jugendzentrum und gleichzeitig Student der Sozialpädagogik an der Fachhochschule Bielefeld. Zwecks Studium befindet sich seine Zweitwohnung in Bielefeld.

Zu der Aussage: "ERST MUß EIN VERTRAG MIT DEM BESITZER DES HAUSES VORLIEGEN. VORHER LÄUFT NICHTS." DAS ALLERDINGS SEI SACHE DER JUGENDLICHEN....

Es haben Gespräche mit dem Besitzer und Herrn Stadtdirektor Bollhorst und anderen Beteiligten stattgefunden, in denen es unter anderem auch um den Mietvertrag ging. Die Stadt Oerlinghausen ist ebenfalls an dem Abschluß eines Mietvertrages interessiert und hat sich weitere Terminabsprachen mit dem Vermieter vorbehalten. Zu den folgenden Gesprächen werden Vertreter des Jugendzentrums ebenfalls geladen.

Zu dem Kommentar der Redaktion: DIE JUGENDLICHEN SOLLEN SICH ERST EINMAL MIT DEN PARLAMENTARISCHEN GEPFLOGENHEITEN …..

Am 8. Febr. 1979 fand ein Gespräch mit Stadtdirektor Bollhorst, Herrn Seibert, Leiter des Sozialamtes, der städt. Sozialpädagogin und dem Vorstandsmitglied des JZO e.V. Sebastian Wünscher statt. In diesem Gespräch stellte sich die Frage, wann die 30.000 Mark verfügbar seien. Laut Auskunft von Herrn Bollhorst sofort und die Verhandlungen bezüglich des Mietvertrages könnten parallel laufen.

Dazu muß erklärend gesagt werden, daß das Jugendzentrum diese 30.000 Mark nie zugewiesen bekommt (auf den Tisch geblättert), sondern daß die Auftragsverteilung und Durchführung der Maßnahmen in den Händen der Verwaltung bleibt (Bauamt).

JZ FORDERTE "PAUSCHAL" 5000 MARK FÜR DIE VEREINSKULTURARBEIT

NW 27.4.79

Zum richtigen Verständnis dieses Artikels wollen wir den Begriff der Spitzenfinanzierung näher erklären und genaue Informationen über die Zuschüsse des Kreises geben.

Der Kreisjugendpfleger hat sich bereit erklärt, Veranstaltungen des JZ zu bezuschussen. Später fand ein Gespräch mit Herrn Müller des Kreises statt, der für solche Veranstaltungen zuständig ist. Nach seiner Aussage lohnt es sich nicht für kleine Gruppen, sondern das muß schon was Richtiges sein. Der Kreis kauft auch selbst Gruppen ein und vermittelt sie weiter an Jugendzentren. Das heißt, daß wir zum Beispiel eine Gruppe für 1.000 Mark verpflichten. 20% trägt der Kreis, 80% tragen wir, das ist das System der Spitzenfinanzierung.

Um auch häufiger kleinere Gruppen ins JZ zu holen, wollten wir einen Etat bereitstellen lassen. Diese 5.000 Mark wollten wir nicht auf unser Konto haben, sondern sie sollten eine "Reserve" in den Händen der Verwaltung darstellen. Eine detaillierte Abrechnung wäre nach jeder Veranstaltung erfolgt, wobei es dann an dem jeweiligen Sachbearbeiter gelegen hätte, den Zuschuß zu bewilligen oder auch nicht.

So hätte man nicht für jede Veranstaltung den Ausschuß befragen müssen und wir hätten nicht langfristig zu planen brauchen. Eine langfristige Planung innerhalb unseres Vereins bleibt auf wenigen hängen und die spontane Entscheidung der Jugendlichen für eine Sache fällt aus. So entfernen sich die Jugendlichen immer mehr von der gemeinsamen Gestaltung des JZ Lebens. Sie kommen dann nur noch und konsumieren das von wenigen erstellte Programm.

DIE JZ' LER UND DAS LIEBE GELD/NW 28.4.79

Zu diesem Kommentar unpolemisch zu antworten ist äußerst schwierig, weil der kaum Fakten enthält. Und trotzdem hat uns dieser Artikel am meisten geärgert.

Herr Burkamp ist über die Entwicklung im JZ Leben völlig uninformiert. Innerhalb des Jugendzentrums existierte eine Gruppe, die sich intensiv mit Kunst beschäftigt und die ein Naturstudium betreibt und die Theater spielt. Das Jugendzentrum bietet ab Mitte Mai Volkstänze an, die dort jeder lernen kann. Die Liedergruppe, die im Winter eingeschlafen ist (Diese Information hat Herr Burkamp aus dem Leserbrief des "Bielefelder" wegfallen lassen, wie alles, was sich auf den notgedrungenen Winterschlaf bezog.), wird weitermachen, mit altdeutschem Liedgut unter anderem.

Wir wollen uns hier nicht rechtfertigen, sondern die Gelegenheit wahrnehmen, den NW-Lesern eine umfassendere Information über uns zu geben, als es Herr Burkamp tut.

Zu den schlechten Besucherzahlen stehen wir; nur sollte bei der Berichterstattung nicht weggelassen werden, daß unsere Räume nicht, bzw. nur minimal beheizbar sind (2 Heizlüfter und 1 Gasofen), (zum Vergleich: Sogar die Mundharmonika fror.... NW 13.2.79)

Unser Kommentar: Sollte der sonst so gut informierte Redakteur seine Berichterstattung etwa willkürlich einseitig gestaltet haben? Vielleicht sogar aus persönlichen Gründen?