Die Geschichte des Hauses Steinbült 2

Kolonatsnummer 48

 

An der Stelle wo heute unweit des alten Zentrums das oftmals umgebaute Haus Steinbült 2 steht, stand bis August 1900 ein kleiner baufälliger Kotten. Das ehemalige Fachwerkhaus mit der Kolonatsnummer 48 wird in den Jahren um 1730 als Kötterhaus des Meierhofes Menkhausen errichtet worden sein. Im Jahre 1769 wurde bei einer Einwohnerzählung ein Töns Niemann mit Tochter als Bewohner erwähnt. Von ihr wird berichtet, dass sie im Jahre 1769 noch unverheiratet war. Ihr Vater wird auf dem Gute beschäftigt gewesen sein. Nach ihnen wechselte das Haus in schneller Folge seiner Besitzer, wobei der Einlieger Anton Harter etliche Jahre als Mieter im Hause wohnte. Er verdiente sein Geld als Schäfer auf dem Gute Menkhausen. Bei einer Viehzählung besaßen die Hausbewohner eine Kuh und eine Ziege.

Noch vor dem Jahre 1856 wurde Gustav Adolf Huwendiek, der Müller der Menkhauser Mühle neuer Eigentümer des Hauses. Er starb schon mit 43 Jahren und hinterließ eine Witwe mit 3 Kindern. Anhand einer Viehzählungsliste besaßen sie 2 Kühe. Schon nach 10 Jahren hatten die Huwendieks das Haus verlassen, denn schon im Jahre 1859 wird ein Karl Biere als neuer Eigentümer erwähnt. Danach finden wir in einer Einwohnerliste von 1890 den Arbeiter Heinrich Grabbert als Besitzer. Von ihm kaufte der Zigarrenmacher Karl Koch das Haus. Das nunmehr 170 Jahre alte Haus war mittlerweile so baufällig geworden, dass es im August 1900 abgebrochen werden musste. Neuer Eigentümer des Grundstücks wurde der Kaufmann Karl Korte. Er ließ auf dem ehemaligen Kolonat Nummer 48 das Haus Steinbült 2 errichten. Von ihm übernahmen es seine Nachkommen.

Oerlinghausen im Juni 2003

Werner Höltke.