Chronologie zu Gut Menkhausen

Staatsarchiv Detmold - Nachlaß August Reuter D 72 Nr.2

 

Menkhausen.

1036    25. Mai. Bischhof Meinwerk aus Paderborn stattet das von ihm gegründete Kloster Busdorf in Paderborn mit dem ihm zugehörigen Zehnten von 17 Hauthöfen und 71 dazugehörenden Vorwerken aus, darunter Barchusen mit den Vorwerken Orlinchusen, Meginchusen, Burchusen, Hepyn und Ykamanninctorp.

1497 6. Nov. Gerke von Hovedissen, geschworener Frohn des freien Amtes S. Liborii zu Barkhausen, bekundet, daß vor ihm die Amtmeier des ged. Amtes, Kord Meier zu Barkhausen, Johann Meier zu Menkhausen, Heinrich Meier zu Eckendorf, Hermann Meier zu Hepen, Austmann zu Greste und Kamen zu Bechterdissen den Nolte Roden (Reue) zu Evenhausen aus dem Amte frei und quit, ledig und los gelassen, auf alle Ansprüche von des Amtes wegen an ihn verzichtet und statt seiner den Heinrich zum Havergo in das Amt aufgenommen haben, welchen sie Gerechtigkeit eines freien Amtmanns zu Barkhausen, als ob er im Amte geboren wäre u.s.w.

1524 Juni. Simon V, E.H. zur Lippe leiht von Wilhelm von Greste eine Summa von 400 Fl. und verkauft ihm dafür eine Rente von 20 Fl. aus seinem jährlichen Dienst, Vogtgelde und sonstigen Einkünften des Amtes Barkhausen, wofür die vier Amtsmeier zu Barkhausen, Hepen, Eckendorf und Menkhausen sowies die übrigen Meier des Amts als Wasbürgen auftreten.

1529    31.Jan. Kord Meier zu Barkhausen, Bernd Meier zu Hepen, Heinrich Meier zu Eckendorf und Kord Meier zu Menkhausen und Heinrich Kanne gen. Thofall, geschworener Frohn des Amts Barkhausen, verkaufen dem Grafen Otto von Rietberg ihr freies Gut, das Amtholz geheißen, so auf jener Seite der Holte zwischen Urhahn und Dresselhausen Erbe gelegen ist, für eine zu ihres Amtes Nutzen und Besten gekehrten Summe Geldes.

1596 Der alte Meier zu Menkhausen will seinem Sohne den Hof übertragen, aber das Leibzuchthaus soll vorher repariert werden. Die Eltern erhalten an Leibzuchtländerei das Rott, 3 Stücke von den 8 Stücken das korte Feld, ferner 6 Kühe, 6 Rinder, 12 Schweine, 40 Schafe und einen Teich. Der Anerbe soll seinen Stiefbruder mit 500 Thalern aussteuern.

1614 Der alte Leibzüchter verlangt Verbesserung der Leibzucht, der Sohn, dem die 500 Thaler verschrieben sind, ist gestorben, er verlangt die Auszahlung der Summe als Erbe seines Sohnes. Es kommt ein Vergleich zustande nach welchen er jährlich 5 Thaler,3 Schfl. Roggen und einen Baum erhält.

1617 Der Stiefvater cediert die 500 Thaler seinem Bruder Niebur, dieser belangt den Meier.

1683 Böger zu Röhrentrup hat eine Menkhausische Tochter geheiratet und dieser sind, wie es auf dem Hof Sitte ist, 500 Thaler als Aussteuer versprochen. Da Böger nicht die ganze Summe erhalten hat, bittet er darum, den Meier zur Zahlung anzuhalten; er wird dann im nächsten Jahr in die Menkhauser Mühle immittirt.

1686 Der Meier zu Menkhausen kommt um die Erlaubnisein seinen Hof, auf dem er so viele Unglücksfälle gehabt hat, verheuern zu dürfen. Er will im Paderbornischen eine Conduction antreten, Der Meier zu Barkhausen berichtet, Menkhausen wolle den Hof nicht verheuern, sondern verkaufen; es seien aber noch Anerben vorhanden, ohne deren Beeinträchtigung das nicht geschehen könne. Dem Hofe wäre aber noch aufzuhelfen.