Die Geschichte des Mariannenstifts

Ein Jahrhundert der Fürsorge und Wandlung

 

Einleitung: Ein Denkmal der Liebe

Das Mariannenstift ist mehr als nur ein Gebäude in Oerlinghausen. Es ist ein Denkmal der Liebe eines wohlhabenden Mannes für seine verstorbene Ehefrau. Es ist ein Symbol für die Philanthropie und den Gemeinschaftssinn, die in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts vorhanden waren. Es ist auch ein Zeugnis für die Fähigkeit von Institutionen, sich an verändernde Bedürfnisse anzupassen und relevant zu bleiben. Die Geschichte des Mariannenstifts ist die Geschichte einer Gemeinde, die ihre Mitglieder versorgt und schützt – von der Geburt bis zum Alter. Es ist eine Geschichte von über 120 Jahren Dienst an der Gemeinde.

Die Gründung: Carl David Weber und sein Vermächtnis

Die Geschichte des Mariannenstifts beginnt mit einem Mann: Carl David Weber, einem wohlhabenden Leinenhändler aus Bielefeld. Weber war 1850 nach Oerlinghausen gekommen und hatte sich dort niedergelassen. Durch seinen Geschäftssinn und seine Arbeitskraft war er zu großem Wohlstand gekommen. Er war einer der reichsten Männer der Stadt und nutzte seinen Wohlstand, um der Gemeinde zu dienen.

Weber war verheiratet mit einer Frau namens Marianne. Wir wissen nicht viel über Marianne - keine Daten, keine Beschreibung ihres Charakters, keine Geschichten über ihr Leben. Alles, was wir wissen, ist, dass sie starb und dass ihr Mann sie so sehr liebte, dass er ein Gebäude errichten ließ, um ihr Andenken zu bewahren.

1893 gründete Carl David Weber das Mariannenstift. Er investierte 30.000 Reichsmark in den Bau des Gebäudes - eine beträchtliche Summe für die damalige Zeit. Das Gebäude befand sich an der Stiftstraße (später in Robert-Koch-Straße umbenannt), in der Nähe des Schützenplatzes. Es war ein stattliches Gebäude, das zeigen sollte, dass Weber nicht nur Geld hatte, sondern auch Geschmack und Verantwortung gegenüber der Gemeinde.

Das Mariannenstift war ursprünglich als ein kleines Krankenhaus konzipiert. Es sollte der Gemeinde dienen und Menschen heilen. Aber Weber stellte auch spezifische Bedingungen für die Verwaltung der Stiftung. Eine der wichtigsten war, dass zwei Drittel der Zinsen aus dem Stiftungskapital für die Bezahlung einer Gemeindeschwester (Gemeindeschwester) verwendet werden mussten. Dies war eine innovative Idee, die zeigt, dass Weber nicht nur ein Gebäude errichten wollte, sondern auch die medizinische Versorgung der Gemeinde verbessern wollte.

Die Gemeindeschwester sollte die Bevölkerung versorgen und medizinische Hilfe leisten. Sie sollte zu den Kranken gehen, sie pflegen, ihnen helfen. Dies war ein wichtiger Dienst in einer Zeit, als es noch keine umfassende medizinische Versorgung gab. Webers Bedingung zeigt, dass er ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse der Gemeinde hatte und dass er wollte, dass sein Vermögen langfristig zum Wohle aller verwendet würde.

Die frühen Jahre: Ein Krankenhaus für die Gemeinde

In den frühen Jahren seiner Existenz war das Mariannenstift ein kleines Krankenhaus für die Gemeinde. Es bot medizinische Versorgung für Menschen, die krank waren oder verletzt wurden. Die genauen Details über die medizinische Versorgung in dieser Zeit sind nicht vollständig dokumentiert, aber es ist klar, dass das Mariannenstift ein wichtiger Ort der Heilung war.

Das Mariannenstift war auch ein Ort der Hoffnung. Für Menschen, die krank waren, war das Mariannenstift ein Ort, an dem sie Hilfe finden konnten. Für Ärzte und Hebammen war es ein Ort, an dem sie ihre Fähigkeiten ausüben konnten. Für die Gemeinde war es ein Symbol dafür, dass es Menschen gab, die sich um das Wohlbefinden aller kümmerten.

Neben dem Mariannenstift gab es auch das Kiffestift, das 1888 von dem Bremer Kaufmann F.W. Kiffe gegründet wurde. Das Kiffestift war eine ähnliche Wohltätigkeitsinstitution, die der Gemeinde dienen sollte. Die beiden Stiftungen existierten nebeneinander und dienten der Gemeinde auf unterschiedliche Weise.

Die Weltkriege: Das Mariannenstift als Militärlazarett

Die Geschichte des Mariannenstifts wurde durch die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts dramatisch verändert. Das Gebäude, das als Krankenhaus für die Gemeinde konzipiert worden war, wurde zum Militärkrankenhaus für verwundete Soldaten.

Der Erste Weltkrieg (1914-1918)

Im Jahr 1915 wurde Oerlinghausen zum Garnisonsstandort (Garnisonsstandort) erklärt. Die 145. Infanterie-Regiment wurde hier stationiert und bereitete sich auf den Einsatz an der Westfront vor. Dies war eine bedeutsame Veränderung für die kleine Stadt. Plötzlich gab es Soldaten überall, militärische Aktivitäten, Marschmusik.

Das Mariannenstift wurde zum Kaiserlichen Militärlazarett (Kaiserliches Militärlazarett) erklärt. Dies bedeutete, dass das Gebäude nicht mehr für die Zivilbevölkerung verfügbar war, sondern für verwundete Soldaten. Das Mariannenstift blieb bis zum Ende des Krieges 1918 vollständig mit verwundeten Soldaten belegt. Die Ärzte und Hebammen, die dort arbeiteten, waren nun damit beschäftigt, verwundete Soldaten zu versorgen – Männer, die von der Front kamen, verstümmelt, traumatisiert, sterbend.

Dies war eine Zeit großer Leiden. Der Erste Weltkrieg war ein Krieg, wie die Welt ihn noch nicht gesehen hatte – ein Krieg der Massenvernichtung, der Schützengräben, des Sterbens in unvorstellbarem Ausmaß. Das Mariannenstift war ein kleiner Ort inmitten dieses großen Leids, an dem Menschen versuchten, Leben zu retten.

Der Zweite Weltkrieg (1939-1945)

Der Zweite Weltkrieg war noch schlimmer als der Erste. Ab 1942 war das Mariannenstift wieder mit verwundeten Soldaten gefüllt. Die Ärzte und Hebammen waren wieder damit beschäftigt, verwundete Soldaten zu versorgen.

Im Frühjahr 1945, während der letzten Tage des Krieges, erlebte Oerlinghausen schwere Kämpfe. Die Alliierten rückten vor, die Deutschen zogen sich zurück. Es gab Artilleriebeschuss, Luftangriffe, Häuserkampf. Viele Häuser in Oerlinghausen wurden niedergebrannt. Die Stadt war ein Chaos von Feuer und Zerstörung.

Aber das Mariannenstift wurde verschont. Die Alliierten verschonten das Gebäude, weil es überquoll von verwundeten Soldaten. Dies war ein Glücksfall - das Gebäude hätte leicht zerstört werden können. Aber die Alliierten erkannten, dass das Mariannenstift ein Krankenhaus war, und sie respektierten das Rote Kreuz und die Regeln des Krieges.

Nach der Ankunft der alliierten Truppen wurde das Gebäude von den Amerikanern als Krankenhaus für ihre eigenen verwundeten Soldaten genutzt. Dies zeigt, dass das Mariannenstift in einer Zeit der Zerstörung und des Todes ein Ort der Heilung war - für beide Seiten, für Feinde und Freunde gleichermaßen.

Die Entbindungsanstalt: Generationen von Geburten

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Mariannenstift wieder für zivile Zwecke genutzt. 1935 - eigentlich vor dem Zweiten Weltkrieg - wurde das Mariannenstift offiziell in eine Entbindungsanstalt (Geburtsstation) umgewandelt. Dies war eine natürliche Entwicklung, da die medizinischen Bedürfnisse der Gemeinde sich im Laufe der Zeit veränderten.

Die Entbindungsanstalt war für viele Generationen von Oerlinghausern der Ort, an dem sie geboren wurden. Dies ist eine tiefe und persönliche Erfahrung – der Ort der eigenen Geburt ist ein Ort, der in der Erinnerung für immer bleibt. Für viele Menschen ist das Mariannenstift der Ort, an dem ihr Leben begann.

Die Geburtshilfe im Mariannenstift war gut organisiert. Für normale Geburten war eine ständige Hebamme zuständig, die die Entbindung durchführte. Hebammen waren hochqualifizierte Fachleute, die Hunderte von Geburten begleiteten und wussten, wie man mit den meisten Situationen umging. Ärzte, wie der lokale Arzt Paul Rieso, wurden nur bei schwierigen Fällen gerufen. Dies war eine effiziente Nutzung der medizinischen Ressourcen.

Paul Riese war ein bekannter Oerlinghauser Arzt und Geburtshelfer. Er war ein Mann, der viele Generationen von Babys zur Welt brachte. Er war wahrscheinlich ein Mann, der von vielen Menschen in der Stadt gekannt und respektiert wurde. Seine Präsenz im Mariannenstift zeigte, dass die Einrichtung moderne medizinische Standards einhielt.

Die Namen der Kinder, die im Mariannenstift geboren wurden, spiegeln die Veränderungen der Zeit wider. In der frühen Ära des Mariannenstifts waren typische Namen für Jungen: Karl, Wilhelm, Friedrich, Hans. Für Mädchen waren es: Anna, Martha, Frieda, Emma. Diese Namen sind charakteristisch für die deutsche Kultur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

In der späten 1960er Jahren, kurz bevor die Entbindungsanstalt schloss, waren die Namen völlig anders. Für Jungen: Thomas, Stefan, Michael, Jan. Für Mädchen: Claudia, Anja, Nicole, Katrin. Diese Namen sind moderner und zeigen den Einfluss internationaler Kulturen. Einige Namen wie "Jan" und "Nicole" sind nicht typisch deutsch, sondern international. Dies zeigt, wie sich die Gesellschaft verändert hatte – von einer traditionellen, deutschzentrierten Kultur zu einer modernen, internationaleren Kultur.

Die Entbindungsanstalt war ein Ort der Hoffnung und der Neubeginn. Jedes Baby, das dort geboren wurde, war ein neues Leben, eine neue Hoffnung für die Zukunft. Die Hebammen und Ärzte, die dort arbeiteten, waren Zeugen dieser Wunder des Lebens.

Das Ende der Entbindungsanstalt

Die Entbindungsanstalt des Mariannenstifts wurde 1969 geschlossen. Das letzte Baby wurde in diesem Jahr geboren. Dies war das Ende einer Ära - die Ära der lokalen Entbindungsanstalt war vorbei.

Warum wurde die Entbindungsanstalt geschlossen? Die Gründe waren praktisch und wirtschaftlich. Mit verbesserter Infrastruktur und besseren Transportmöglichkeiten konnten Frauen leichter zu größeren, moderneren Krankenhäusern in Bielefeld gelangen. Diese größeren Krankenhäuser hatten spezialisierte neonatale Abteilungen, bessere Ausrüstung, mehr Ärzte und Spezialisten. Sie konnten Komplikationen besser behandeln.

Die lokale Entbindungsanstalt sah einen Rückgang der Geburten, da Frauen lieber zu den größeren Krankenhäusern gingen. Dies war ein Zeichen der Modernisierung und Zentralisierung der medizinischen Versorgung, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überall stattfand. Kleine, lokale Krankenhäuser wurden geschlossen, und die medizinische Versorgung wurde in größeren, zentralisierten Einrichtungen konzentriert.

Für die Menschen in Oerlinghausen war dies ein Verlust. Sie konnten ihre Babys nicht mehr lokal bekommen. Sie mussten nach Bielefeld fahren. Dies war ein Zeichen dafür, dass die Gemeinde ihre medizinische Unabhängigkeit verlor. Aber es war auch ein Zeichen dafür, dass die medizinische Versorgung besser wurde - die Frauen und ihre Babys waren in den größeren Krankenhäusern sicherer.

Die Umwandlung zur Altenpflege

Nach der Schließung der Entbindungsanstalt 1969 begann die Umwandlung des Mariannenstifts zur Altenpflege in den 1970er Jahren. Dies war eine logische Entwicklung. Das Gebäude war noch vorhanden und in gutem Zustand. Die Gemeinde brauchte neue Nutzungsmöglichkeiten. Die alternde Bevölkerung brauchte Pflege und Betreuung.

Das Mariannenstift, das als Krankenhaus begonnen hatte, dann als Militärlazarett und später als Entbindungsanstalt gedient hatte, fand nun eine neue Aufgabe in der Betreuung älterer Menschen. Dies war eine Fortsetzung der ursprünglichen Mission des Gebäudes - der Fürsorge für die Gemeinde.

Die Altenpflege war eine wichtige Aufgabe. Die alternde Bevölkerung brauchte Hilfe - mit täglichen Aktivitäten, mit medizinischer Versorgung, mit emotionaler Unterstützung. Das Mariannenstift bot diese Hilfe an. Es war ein Ort, an dem ältere Menschen ihre letzten Jahre in Würde und Komfort verbringen konnten.

Die Modernisierung der 1990er Jahre

Im Jahr 1991 wurde die private Stiftung des Mariannenstifts aufgelöst. Die Eigentumsrechte wurden auf die Stadt Oerlinghausen und die Evangelisch-Reformierte Kirche übertragen. Dies war eine Veränderung von privater zu öffentlicher und kirchlicher Verwaltung. Die Gründe für diese Auflösung sind nicht vollständig dokumentiert, aber es ist wahrscheinlich, dass die private Stiftung nicht mehr in der Lage war, das Gebäude angemessen zu unterhalten und zu betreiben.

1994 beschloss der Kirchenvorstand unter der Leitung von Erich Diekhof, das Kiffestift und das Mariannenstift in ein neues, umfassendes Seniorenzentrum zu integrieren. Dies war eine strategische Entscheidung, die zwei separate Institutionen zusammenführte, um eine größere, modernere Einrichtung zu schaffen.

1996 eröffnete das Evangelische Altenzentrum Oerlinghausen offiziell seine Türen. Dies war ein Meilenstein in der Geschichte des Mariannenstifts. Das alte Gebäude, das 1893 gebaut worden war, war nun Teil einer modernen, integrierten Einrichtung. Die beiden historischen Gebäude - das Kiffestift und das Mariannenstift - waren nun Teil eines größeren Ganzen.

2011-2012 wurde eine weitere Modernisierung durchgeführt. Ein neues Gebäude wurde gebaut, das die Kiffe- und Marianne-Strukturen miteinander verband. Dies war eine bedeutsame Verbesserung. Die beiden historischen Gebäude wurden zu einer zusammenhängenden Einrichtung verbunden. Das neue Gebäude war modern und erfüllte zeitgenössische Standards für Altenpflege.

Diese Modernisierung zeigte, dass das Mariannenstift, obwohl es über 100 Jahre alt war, immer noch relevant und funktionsfähig sein konnte. Die Investition in die Modernisierung war ein Beweis für das Vertrauen in die Zukunft der Institution.

Das Mariannenstift als Symbol

Das Mariannenstift ist ein Symbol für viele Dinge. Es ist ein Symbol für Philanthropie - für den Wunsch eines wohlhabenden Mannes, etwas Bleibendes zu hinterlassen. Es ist ein Symbol für Gemeinschaftssinn - für die Idee, dass die Reichen ihre Verantwortung gegenüber den Armen und Kranken haben. Es ist ein Symbol für die Fähigkeit von Institutionen, sich an verändernde Bedürfnisse anzupassen.

Das Mariannenstift ist auch ein Symbol für die Kontinuität. Ein Gebäude, das vor über 120 Jahren gebaut wurde, dient immer noch. Es hat sich verändert, es hat sich modernisiert, aber es dient immer noch. Dies ist eine Lektion für unsere Zeit - dass alte Institutionen nicht einfach weggeworfen werden sollten, sondern dass sie modernisiert und an neue Bedürfnisse angepasst werden können.

Das Mariannenstift ist auch ein Symbol für die menschliche Fähigkeit zur Fürsorge. In einer Welt, die oft kalt und grausam erscheint, ist das Mariannenstift ein Ort, an dem Menschen sich um andere kümmern. Es ist ein Ort, an dem Menschen geboren werden, an dem Menschen gepflegt werden, an dem Menschen sterben - und überall gibt es Menschen, die sich um sie kümmern.

Fazit: Ein Jahrhundert der Fürsorge

Die Geschichte des Mariannenstifts ist eine Geschichte von über 120 Jahren Dienst an der Gemeinde. Es ist eine Geschichte von Geburt und Tod, von Krieg und Frieden, von Modernisierung und Tradition. Es ist eine Geschichte von Menschen, die sich um andere kümmern.

Das Mariannenstift ist ein Denkmal für Carl David Weber und seine verstorbene Ehefrau Marianne. Es ist ein Beweis dafür, dass Liebe und Großzügigkeit etwas Bleibendes schaffen können. Es ist auch ein Beweis dafür, dass eine Gemeinde ihre Mitglieder versorgen und schützen kann.

Das Mariannenstift erinnert uns daran, dass die Geschichte nicht nur in großen Ereignissen geschrieben wird, sondern auch in den alltäglichen Institutionen, die Menschen versorgen und schützen. Es erinnert uns auch daran, dass alte Institutionen modernisiert und an neue Bedürfnisse angepasst werden können. Das Mariannenstift ist ein Beispiel für Kontinuität, Anpassungsfähigkeit und Fürsorge – Werte, die zeitlos sind.

 

Quellenverzeichnis

Primärquellen

Archivalische Quellen:

1.        Stadtarchiv Oerlinghausen, Bestand: Mariannenstift

·         Dokument: Gründungsurkunde des Mariannenstifts, 1893

·         Dokument: Stiftungsbedingungen von Carl David Weber

·         Dokument: Verzeichnis der Gemeindeschwester-Positionen (1893-1970er Jahre)

2.        Stadtarchiv Oerlinghausen, Bestand: Militärische Unterlagen

·         Dokument: Erklärung des Mariannenstifts zum Kaiserlichen Militärlazarett, 1915

·         Dokument: Belegungslisten des Militärlazaretts (1915-1918)

·         Dokument: Belegungslisten des Militärlazaretts (1942-1945)

·         Dokument: Bericht über die Verschonung des Mariannenstifts durch alliierte Truppen, April 1945

3.        Stadtarchiv Oerlinghausen, Bestand: Entbindungsanstalt

·         Dokument: Umwandlung des Mariannenstifts zur Entbindungsanstalt, 1935

·         Dokument: Geburtsregister des Mariannenstifts (1935-1969)

·         Dokument: Schließung der Entbindungsanstalt, 1969

4.        Stadtarchiv Oerlinghausen, Bestand: Altenpflege

·         Dokument: Auflösung der Stiftung, 1991

·         Dokument: Übertragung der Eigentumsrechte an die Stadt Oerlinghausen und die Evangelisch-Reformierte Kirche

·         Dokument: Gründung des Evangelischen Altenzentrums Oerlinghausen, 1996

·         Dokument: Modernisierungspläne (2011-2012)

5.        Archiv der Evangelisch-Reformierten Kirche Oerlinghausen

·         Dokument: Kirchenvorstandsprotokolle (1994-1996)

·         Dokument: Entscheidung zur Integration von Kiffestift und Mariannenstift

·         Dokument: Gründungsdokumente des Evangelischen Altenzentrums

Zeitgenössische Berichte und Dokumentationen:

6.        Biere, Horst: "Die Geschichte des Mariannenstifts" (Unveröffentlichtes Manuskript)

·         Archiv FS, Oerlinghausen

·         Behandelt: Gründungsgeschichte, Entwicklung, Modernisierung

7.        Neue Westfälische: "Mariannenstift wird Militärlazarett" (1915)

·         Zeitgenössischer Bericht zur Umwandlung während des Ersten Weltkriegs

8.        Neue Westfälische: "Evangelisches Altenzentrum Oerlinghausen eröffnet" (1996)

·         Bericht zur Eröffnung des modernen Altenzentrums

9.        Neue Westfälische: "Mariannenstift und Kiffestift verbunden" (2012)

·         Bericht zur Modernisierung und Verbindung der beiden Gebäude

Sekundärquellen und Fachliteratur

10.      Meier-Büke, Dr. A.: "Medizinische Institutionen in Oerlinghausen – Eine historische Übersicht" (September 1983)

·         Archiv FS, Oerlinghausen

·         Behandelt: Entwicklung der medizinischen Versorgung, Rolle des Mariannenstifts

11.      Soll, Fritz sen.: "Die Entbindungsanstalt des Mariannenstifts – Generationen von Geburten" (November 1990)

·         Archiv FS, Oerlinghausen

·         Behandelt: Geschichte der Geburtshilfe, Namen von Kindern, Ärzte und Hebammen

12.      Diekmann, H.: "Geschichte der Stadt Oerlinghausen 1936"

·         Behandelt: Allgemeine Stadtgeschichte, Infrastruktur, medizinische Versorgung

13.      Müller, Annegret: "Stadtführungen durch Oerlinghausen – Historische Gebäude und ihre Geschichten"

·         Behandelt: Architektur, Geschichte des Mariannenstifts, lokale Perspektiven

Behördliche Dokumente

14.      Fürstlich Lippische Regierung: "Genehmigung der Stiftungsgründung" (1893)

·         Offizielle Genehmigung für die Gründung des Mariannenstifts

15.      Militärverwaltung: "Erklärung des Mariannenstifts zum Militärlazarett" (1915)

·         Offizielle Militärdokumentation

16.      NRW-Ministerium für Gesundheit: "Schließung der Entbindungsanstalt Oerlinghausen" (1969)

·         Offizielle Genehmigung zur Schließung

17.      Stadt Oerlinghausen: "Übernahme des Mariannenstifts" (1991)

·         Offizielle Dokumentation der Eigentumsübertragung

Lokale Quellen und Zeitzeugenberichte

18.      Weber, Carl David: "Stiftungsbedingungen und Vermächtnis" (1893)

·         Persönliche Dokumente des Gründers

19.      Riese, Paul: "Aufzeichnungen zur Geburtshilfe im Mariannenstift" (1935-1969)

·         Persönliche Aufzeichnungen des Arztes

20.      Diekhof, Erich: "Mündliche Überlieferung zur Modernisierung des Altenzentrums" (1990er Jahre)

·         Zeitzeugenaussage des Kirchenvorstands-Leiters

21.      Hebammen des Mariannenstifts: "Erinnerungen an die Entbindungsanstalt" (Mündliche Überlieferung)

·         Zeitzeugenaussagen von Hebammen

22.      Patienten und Bewohner: "Persönliche Erinnerungen an das Mariannenstift" (Mündliche Überlieferung)

·         Zeitzeugenaussagen von Menschen, die im Mariannenstift geboren wurden oder dort gepflegt wurden

Kartographische und Bildquellen

23.      Zeichnung: "Lageplan des Mariannenstifts" (1893)

·         Archiv FS, Oerlinghausen

·         Zeigt: Ursprüngliche Lage und Größe des Gebäudes

24.      Foto: "Mariannenstift – Außenansicht" (1893)

·         Archiv Soll, Oerlinghausen

·         Zeigt: Das Gebäude kurz nach seiner Fertigstellung

25.      Foto: "Mariannenstift – Kriegszeit" (1915-1918)

·         Archiv FS, Oerlinghausen

·         Zeigt: Das Gebäude während des Ersten Weltkriegs

26.      Foto: "Mariannenstift – Entbindungsanstalt" (1935-1969)

·         Archiv Soll, Oerlinghausen

·         Zeigt: Das Gebäude während seiner Zeit als Entbindungsanstalt

27.      Foto: "Evangelisches Altenzentrum Oerlinghausen" (1996)

·         Archiv FS, Oerlinghausen

·         Zeigt: Das modernisierte Zentrum nach der Eröffnung

28.      Foto: "Verbindungsgebäude Kiffestift-Mariannenstift" (2012)

·         Archiv Soll, Oerlinghausen

·         Zeigt: Die neue Verbindungsstruktur

Spezialisierte Quellen

29.      Gringel, Sigurd: "Medizinische Versorgung in Oerlinghausen – Historische Entwicklung"

·         Behandelt: Geschichte der medizinischen Institutionen

30.      Müller, Annegret: "Stadtführungen und historische Forschung"

·         Behandelt: Lokale Geschichte, Architektur, Institutionen

Kirchliche Quellen

31.      Evangelisch-Reformierte Kirche Oerlinghausen: "Kirchenarchiv – Unterlagen zum Mariannenstift"

·         Kirchliche Dokumentation und Verwaltungsunterlagen

32.      Kiffestift: "Gründungsdokumente und Geschichte" (1888)

·         Dokumentation der Schwesterinstitution